{"id":379,"date":"1970-01-01T01:00:00","date_gmt":"1970-01-01T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/2018.beziehungsvoll.de\/?p=379"},"modified":"2023-01-08T18:14:49","modified_gmt":"2023-01-08T17:14:49","slug":"warum-verlaesst-du-mich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beziehungspraxis.de\/beziehungsvoll\/warum-verlaesst-du-mich\/","title":{"rendered":"Warum verl\u00e4sst du mich?"},"content":{"rendered":"<p>Vom Partner verlassen zu werden ist so ziemlich das Schlimmste, was einem in einer Partnerschaft passieren kann. Weil es selten in gegenseitigem Einvernehmen geschieht, gibt es meist einen der die Trennung will und einen, der sie um jeden Preis vermeiden will. Und dieser durchleidet H\u00f6llenqualen.<\/p>\n<p><b><!--more--><\/b><\/p>\n<h2>Eine Trennung nicht wahrhaben wollen<\/h2>\n<p>\u201eSchatz, wir m\u00fcssen reden. Es tut mir so leid, aber ich liebe dich nicht mehr &#8230;\u201c<\/p>\n<p>Die sogenannte Schockphase zeichnet sich dadurch aus, dass man das Geh\u00f6rte, Gesagte oder Geschehene nicht begreift und durch die K\u00e4seglocke, die um einen herum zu bestehen scheint, gar nicht bis zum Gehirn durchdringt. Viele funktionieren in diesem Moment und reagieren wie in einem Schockzustand sogar noch verst\u00e4ndnisvoll.<\/p>\n<p>Erst viel sp\u00e4ter wird begreiflich, was passiert ist, Man ist verlassen worden. Oft wird das erst mit der physischen Trennung klar, also dann, wenn der Partner auch wirklich auszieht. Die Hoffnung ist es, die das \u00dcberleben m\u00f6glich macht. Vielleicht war das ja alles nur ein Albtraum? Das kann doch gar nicht sein. Ich liebe ihn oder sie doch noch. Man kann doch nicht alles pl\u00f6tzlich hinschmei\u00dfen.<\/p>\n<h2>Die Beziehung einfach hinschmei\u00dfen?<\/h2>\n<p>Es braucht immer zweimal ein Ja f\u00fcr eine Partnerschaft, aber ein Nein reicht aus, um sich gegen eine Beziehung zu entscheiden.<\/p>\n<p>Wobei es sicherlich fehl am Platze ist, von einem pl\u00f6tzlichen \u201eHinschmei\u00dfen\u201c zu sprechen, denn kaum jemand trifft den Entschluss zur Trennung \u00fcber Nacht. In aller Regel gehen dieser Entscheidung Wochen, Monate wenn nicht sogar Jahre voraus. Leider oft ungenutzte Zeit, denn nur in wenigen Ausnahmef\u00e4llen ist ein Paar in so gutem Kontakt, dass sie\u00a0versuchen w\u00fcrden, die Konfliktthemen zeitnah gemeinsam anzugehen. Stattdessen besch\u00e4ftigt sich h\u00e4ufig nur einer damit und entfernt sich dabei\u00a0immer weiter vom anderen, der von den m\u00f6glichen Konsequenzen oft noch nichts ahnt. Am Tage der Entscheidung zur Trennung ist der Trennungswillige dann um Welten voraus und den Trennungsunwilligen trifft es wie einen Blitz aus heiterem Himmel. Dieser muss nun langsam all das bis dahin einseitig Geschehene zu begreifen. Noch schmerzhafter ist es, wenn an der Trennung eine dritte Person beteiligt ist.<\/p>\n<h2>Was hilft nach einer Trennung jetzt wirklich?<\/h2>\n<p>Definitiv keine schlauen Spr\u00fcche wie \u201edas Leben geht weiter\u201c oder \u201eandere Eltern haben auch sch\u00f6ne Kinder\u201c oder \u201edu musst jetzt stark sein\u201c usw. Es braucht \u00fcberhaupt keine Spr\u00fcche und schon gar keine hilflosen Versuche von Probleml\u00f6sungen, sondern einfach nur da zu sein.<\/p>\n<p>Das soziale Umfeld und die Tragf\u00e4higkeit dieses Netzwerkes sind nun wirklich gefragt, denn am allermeisten hilft: Dar\u00fcber reden! Immer wieder. Nur so kann das Geschehene allm\u00e4hlich zur Realit\u00e4t werden. Trennung und Trauer liegen eng beieinander und den Trauerprozess kann und sollte man nicht verdr\u00e4ngen. Man kann ihn auch nicht abk\u00fcrzen, auch wenn wir das durch Ablenkungsman\u00f6ver aller Art gerne versuchen. Trauer hat einen Bumerang-Effekt und sie holt einen immer wieder ein. Es hilft also nichts, sie muss durchlebt werden und das gemeine daran ist, dass derjenige, der die Trennung ausspricht, diesen Prozess schon zum Gro\u00dfteil innerhalb der Beziehung durchlebt hat und der Verlassene selbst alles noch vor sich.<\/p>\n<p>Trauer braucht seine Zeit und wir sind es nicht gewohnt, so hilflos und bed\u00fcrftig zu sein. Keine Kontrolle mehr \u00fcber unsere Gef\u00fchle (und den K\u00f6rper!) zu haben. Trotzdem ist das ein \u201enormaler\u201c Prozess, der umso st\u00e4rker ist, je intensiver die emotionale Bindung zu diesem Menschen war.<\/p>\n<p>Und dann &#8230; eines Tages &#8230; dann kann das Leben vielleicht wieder weiter gehen. Wenn die Abst\u00e4nde gr\u00f6\u00dfer werden, in denen es einen wieder und wieder in ein Loch wirft beim blo\u00dfen Gedanken an den Partner und die Intensit\u00e4t schw\u00e4cher wird. Aber erst dann.<\/p>\n<p>Manchen Menschen hilft es auch, ihre vergangene(n) Beziehung(en) zu reflektieren z.B. mit Hilfe einer Paartherapie, was tats\u00e4chlich auch ohne Partner m\u00f6glich ist. <a href=\"https:\/\/www.beziehungspraxis.de\/beziehungsvoll\/wirksamkeit-von-paartherapien-erwartungen-und-grenzen\/\">Mehr \u00fcber die Wirksamkeit von Paartherapie in diesem Artikel hier lesen &#8230;<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Foto: \u00a9 Privat<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Partner verlassen zu werden ist so ziemlich das Schlimmste, was einem in einer Partnerschaft passieren kann. Weil es selten in gegenseitigem Einvernehmen geschieht, gibt es meist einen der die Trennung will und einen, der sie um jeden Preis vermeiden will. 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